Im Wintersemester 1988/89 wurde an der Universität Bremen der Studiengang "Kulturgeschichte Osteuropa" mit Schwerpunkt Russland eingeführt. Dieses neuartige Studienprogramm reagierte nicht zuletzt auf die zu jenem Zeitpunkt in der Sowjetunion und in den sozialistischen Ländern Ost- und Ostmitteleuropas einsetzenden gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungsprozesse. Der Magisterstudiengang "Kulturgeschichte Osteuropa" (später: „
Kulturgeschichte Ost- und Ostmitteleuropa“) gewann bald ein eigenes Profil in Unterscheidung einmal zur traditionell vornehmlich philologisch orientierten Slawistik, zum anderen aber auch im Verhältnis zu jenen regionalwissenschaftlichen Studiengängen oder "Cultural Studies", die eher auf eine Vermittlung von allgemeinen Überblickskenntnissen abzielen.
Leiter des Studiengangs war bis zu seiner Emeritierung 1999 Prof. Dr. Klaus Städtke. Mit der Berufung von Prof. Dr. Krasnodebski 1995 erweiterten sich nicht nur die Forschungsfelder, sondern auch das Studienangebot.
So wurde zum Wintersemester 1996/97 innerhalb des Studiengangs „Kulturgeschichte Ost- und Ostmitteleuropas“ das Magisternebenfach „
Polonistik“ eingerichtet.
2001 trat Prof. Dr. Wolfgang S. Kissel die Nachfolge von Prof. Städtke an.
Im Zuge des Bologna-Prozesses bietet das Seminar für Ost- und Mitteleuropäische Studien seit dem Wintersemester 2004/05 ein interdisziplinäres Bachelorprogramm „
Integrierte Europastudien“ an, innerhalb dessen in der Studienrichtung Kulturgeschichte eine regionale Schwerpunktsetzung auf Osteuropa (Russland) und Mitteleuropa (Polen) möglich ist.
Das Seminar für Ost- und Mitteleuropäische Studien unterhält enge Kooperationsbeziehungen zu Universitäten und akademischen Einrichtungen in Moskau, St. Petersburg und Belgorod, in Warschau und Danzig sowie in Bratislava. Die Zusammenarbeit reicht von einem regen Studierenden- und Wissenschaftlerinnenaustausch über die Organisation von Sommerschulen, internationalen Tagungen bis hin zur Ausarbeitung gemeinsamer Forschungsprojekte.